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Welches Motorenöl für welchen Motor

Mittwoch, November 2nd, 2011

 

Motorenöl schmiert den Motor, der sich sonst in kürzester Zeit festfressen würde.
Das muss bei Kälte genauso gut funktionieren wie bei großer Hitze. Daneben kühlt
Motorenöl die Kolben, übernimmt die Abdichtung zwischen Kolben und Zylinder,
reinigt den Motor und schützt ihn vor Korrosion.

Spezifikationen und spezielle Aufgaben von Motorenöl

Prinzipiell unterscheiden sich die Anforderungen an das Motorenöl durch die
Motorkonzepte. Die Hersteller ermitteln das bei der Konstruktion des Motors und
testen es umfangreich, die benötigte Ölsorte wird am Einfüllstutzen für das Öl
vermerkt. Empfehlenswert ist es, genau dieses Öl zu verwenden. Seine Qualität wird
durch die Spezifikation und Klassifikation bestimmt. Drei Kriterien sind
maßgebend, die API-Klassifikation, die ACEA-Spezifikation und die SAE-
Viskositätsklasse. Manche Hersteller legen auch eigene Prüfnormen fest. Wer sich
an die Angaben hält, schont den Motor und behält alle Serviceansprüche.
Ölwegweiser der Tankstellen geben ebenfalls Hilfestellung.
In Dieselfahrzeugen, in denen ein Partikelfilter zur Abgasreinigung eingesetzt
wird, kommt spezielles Öl zum Einsatz. Diese verbrennt nahezu aschefrei, um nicht
den Filter über kurz oder lang zuzusetzen. Das wird durch bestimmte Additive
erreicht, in denen der Phosphor- und Schwefelgehalt reduziert ist. Diese Öle
werden als Low-Ash- oder Low-SAPS-Motorenöle bezeichnet. Die Anforderungen an Öle
für Dieselmotoren in Pkw sind durch ACEA-Spezifikationen festgelegt (C1 bis C4).
Auch hier gibt es spezielle Herstellernormen, bei VW heißt sie 507.00, bei BMW MB
229.31, MB 229.51 und Longlife-04.

Mineralöl, Synthetiköl und Leichtlauföl

Das Motorenöl besteht aus verschiedenen Mischungen und Additiv-Zusätzen, optimal
für einen bestimmten Motor ist es durch die sogenannte ausgewogene Formulierung.
Die Qualität und damit der Preis steigen mit dem Anteil der Additive. Gleichzeitig
unterscheiden sich Mineral- und Leichtlauföl im Preis. Mineralöle sind
Einbereichsöle, die durch Erdöldestillation und -Raffinerierung relativ
kostengünstig hergestellt werden. Synthetiköle werden durch Synthese aus Erdöl
aufwendiger und teurer hergestellt, sie bestehen dadurch aus geradlinigen
Molekülen und weisen eine Mehrbereichs-Charakteristik auf. Auf die Wirkung von
Additiven sprechen sie besser an. Bei tieferen Temperaturen liefern sie einen
guten Kaltstart, auch bei höheren Temperaturen reißt der Schmierfilm nicht ab,
insgesamt wird der Verschleiß deutlich gesenkt. Für Motoren mit hoher Leistung
unter extremen klimatischen Bedingungen sind sie eindeutig die bessere Wahl.
Wenn Syntheseöle, auch Hydrocracköle einen hohen Viskositätsindex bei geringer
Verdampfung aufweisen, verringern sie die mechanischen Reibungsverluste
signifikant (SAE-Bereiche 0W-30 und 0W-40 sowie 5W-30 und 5W-40). Dadurch spricht
man von Leichtlaufölen, durch die Kraftstoff gespart wird. Wie hoch die Ersparnis
durch das Motorenöl wird, hängt allerdings neben den Öleigenschaften auch von den
Fahrbedingungen, dem Motor (Otto oder Diesel) und den Umweltbedingungen
(Motortemperatur) ab. Die Einsparungen können nach ADAC-Untersuchungen zwischen 2
bis 6 Prozent betragen.

 

Weitere Informationen über Motoröle: