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Wie funktioniert die LTE Technik?

Freitag, Dezember 2nd, 2011

LTE – Long Term Evolution
LTE bezeichnet einen neuen Mobilfunkstandard der sogenannten 4. Generation (4G) nach der 3. Generation 3G, mit der UMTS- und HSDPA-Übertragungen gekennzeichnet werden. LTE wurde in Deutschland und Österreich erstmals im Juli 2011 in ausgewählten Ballungszentren eingeführt, wobei die Kunden zunächst mit stationären Anschlüssen und einem LTE-Stick den schnellen Funkstandard empfangen können. Smartphones auf der Basis von LTE gibt es schon, ihr praktischer Einsatz wird etwa im zweiten Quartal 2012 erwartet.

Das Neue an LTE
Für die Nutzer ist zunächst wichtig zu wissen, dass sich die Datenübertragungsraten mit LTE dramatisch erhöhen werden. Die gegenwärtigen, durch Vodafone, o2 und die Telekom angebotenen Tarife ermöglichen Downloads zwischen 7,2 bis 50 MBit/s, womit UMTS- und auch HSDPA-Geschwindigkeiten deutlich überschritten werden. In Zukunft werden via LTE Übertragungsraten zwischen 100 bis maximal 600 MBit/s erwartet, was schneller wäre als die derzeit schnellsten DSL-Raten von Kabelanbietern, die sich maximal im Bereich von 126 MBit/s bewegen. Allerdings holt auch der HSDPA+ Funkstandard auf. Hier gab es im Jahr 2011 kanadische Laborversuche, die ebenfalls wenigstens theoretisch die Möglichkeit von Übertragungsraten um 400 MBit/s nachwiesen. Doch das ist auch so gewollt. Denn das Besondere an LTE ist der Migrationspfad von den vorherigen Standards “hinauf” zu LTE und die gleichzeitige Abwärtskompatibilität des LTE-Netzes zu den vorherigen Funkstandards. Das ist auch schon vom Übergang vom älteren Funkstandard GPRS zu UMTS bekannt, ebenso von UMTS zu HSDPA. Es ist die Voraussetzung dafür, dass der Übergang zu LTE generisch erfolgt, also die Netze nicht nebeneinander, sondern miteinander und “ineinander” existieren.

Die Technik von LTE
LTE unterstützt, anders als UMTS, wesentlich mehr Bandbreiten, nämlich das 1,4-, 3-, 5-, 10-, 15- und 20-MHz-Band. Dadurch kann der 4G-Standard in unterschiedlichen Spektren eingesetzt werden, was beispielsweise für den Einsatz gleichermaßen in Ballungsgebieten mit ihren unterschiedlichsten Funkfrequenzen und auch in ländlichen Gegenden bedeutsam ist. Außerdem nutzt LTE das MIMO-Verfahren. Diese Antennentechnologie, die gegenwärtig schon bei modernen heimischen WLAN-Routern im Nahbereich eingesetzt wird, sorgt dafür, dass Datenpakete gleichzeitig auf unterschiedlichen Wegen, daneben über zielgerichtete Antennen (ähnlich wie beim Richtfunk) übertragen werden. Das gewährleistet eine sichere, störungsarme bis störungsfreie Übertragung.
Bislang wird LTE für stationäre Anschlüsse eingesetzt, weil im neuen Funkstandard – ebenso wie bei bestehenden Mobilfunknetzen – die Datenpakete bei einem sich bewegenden Sender/Empfänger, also einem Smartphone, von einer Funkzelle zur nächsten “weitergereicht” werden müssen. Das klappt zwar prinzipiell, aber die Anbieter von LTE-Smartphones befürchten in der Praxis Lücken, die zu Funklöchern führen könnten, wenn jemand mit dem Handy im Auto sitzt und via LTE telefoniert. Diese Lücken werden durch den zunehmenden Netzausbau und die Verfeinerung der Technologie, auch in den Handys, im Verlaufe des Jahres 2012 geschlossen werden. Auch die Prozessortechnologie der Handys selbst muss noch weiterentwickelt werden, LTE verlangt hohe Prozessorleistungen, mit denen gegenwärtige Handyakkus möglicherweise nicht ganz Schritt halten könnten. Diese Probleme werden Ende 2012 mit großer Wahrscheinlichkeit Geschichte sein.

Linktipp:

Bundesnetzagentur: Festsetzung der standortbezogenen Frequenznutzungsparameter

Hier können Sie einen LTE Vergleich durchführen!

Interessanter Artikel aus der FAZ: Was kann der LTE als UMTS-Nachfolger wirklich

 

Videotipp:

LTE einfach erklärt:

 

Welches Motorenöl für welchen Motor

Mittwoch, November 2nd, 2011

 

Motorenöl schmiert den Motor, der sich sonst in kürzester Zeit festfressen würde.
Das muss bei Kälte genauso gut funktionieren wie bei großer Hitze. Daneben kühlt
Motorenöl die Kolben, übernimmt die Abdichtung zwischen Kolben und Zylinder,
reinigt den Motor und schützt ihn vor Korrosion.

Spezifikationen und spezielle Aufgaben von Motorenöl

Prinzipiell unterscheiden sich die Anforderungen an das Motorenöl durch die
Motorkonzepte. Die Hersteller ermitteln das bei der Konstruktion des Motors und
testen es umfangreich, die benötigte Ölsorte wird am Einfüllstutzen für das Öl
vermerkt. Empfehlenswert ist es, genau dieses Öl zu verwenden. Seine Qualität wird
durch die Spezifikation und Klassifikation bestimmt. Drei Kriterien sind
maßgebend, die API-Klassifikation, die ACEA-Spezifikation und die SAE-
Viskositätsklasse. Manche Hersteller legen auch eigene Prüfnormen fest. Wer sich
an die Angaben hält, schont den Motor und behält alle Serviceansprüche.
Ölwegweiser der Tankstellen geben ebenfalls Hilfestellung.
In Dieselfahrzeugen, in denen ein Partikelfilter zur Abgasreinigung eingesetzt
wird, kommt spezielles Öl zum Einsatz. Diese verbrennt nahezu aschefrei, um nicht
den Filter über kurz oder lang zuzusetzen. Das wird durch bestimmte Additive
erreicht, in denen der Phosphor- und Schwefelgehalt reduziert ist. Diese Öle
werden als Low-Ash- oder Low-SAPS-Motorenöle bezeichnet. Die Anforderungen an Öle
für Dieselmotoren in Pkw sind durch ACEA-Spezifikationen festgelegt (C1 bis C4).
Auch hier gibt es spezielle Herstellernormen, bei VW heißt sie 507.00, bei BMW MB
229.31, MB 229.51 und Longlife-04.

Mineralöl, Synthetiköl und Leichtlauföl

Das Motorenöl besteht aus verschiedenen Mischungen und Additiv-Zusätzen, optimal
für einen bestimmten Motor ist es durch die sogenannte ausgewogene Formulierung.
Die Qualität und damit der Preis steigen mit dem Anteil der Additive. Gleichzeitig
unterscheiden sich Mineral- und Leichtlauföl im Preis. Mineralöle sind
Einbereichsöle, die durch Erdöldestillation und -Raffinerierung relativ
kostengünstig hergestellt werden. Synthetiköle werden durch Synthese aus Erdöl
aufwendiger und teurer hergestellt, sie bestehen dadurch aus geradlinigen
Molekülen und weisen eine Mehrbereichs-Charakteristik auf. Auf die Wirkung von
Additiven sprechen sie besser an. Bei tieferen Temperaturen liefern sie einen
guten Kaltstart, auch bei höheren Temperaturen reißt der Schmierfilm nicht ab,
insgesamt wird der Verschleiß deutlich gesenkt. Für Motoren mit hoher Leistung
unter extremen klimatischen Bedingungen sind sie eindeutig die bessere Wahl.
Wenn Syntheseöle, auch Hydrocracköle einen hohen Viskositätsindex bei geringer
Verdampfung aufweisen, verringern sie die mechanischen Reibungsverluste
signifikant (SAE-Bereiche 0W-30 und 0W-40 sowie 5W-30 und 5W-40). Dadurch spricht
man von Leichtlaufölen, durch die Kraftstoff gespart wird. Wie hoch die Ersparnis
durch das Motorenöl wird, hängt allerdings neben den Öleigenschaften auch von den
Fahrbedingungen, dem Motor (Otto oder Diesel) und den Umweltbedingungen
(Motortemperatur) ab. Die Einsparungen können nach ADAC-Untersuchungen zwischen 2
bis 6 Prozent betragen.

 

Weitere Informationen über Motoröle: